Dülmen: Wahlkampfveranstaltung der Linken mit Sahra Wagenknecht besucht (Teil 3)
Es war mal wieder soweit – erneut hatte sich die selbsternannte Kommunistin und Antikapitalistin Sarah Wagenknecht angekündigt, und zum dritten Mal folgten dem Aufruf junge Nationalisten. Am heutigen Freitag, den 18.09., wollte sie für Die Linke im Kreis Coesfeld sprechen. Letztendlich versammelten sich auch rund 30 Nationale Sozialisten auf dem Marktplatz, um über die Utopien der Linken zu informieren und eine am 25.08. in Gladbeck begonnene Diskussion mit Frau Wagenknecht fortzusetzen.
Zur Dokumentation:
- Aktionsbericht zum 25.08.2009 in Gladbeck samt Video
- Aktionsbericht zum 27.08.2009 in Waltrop samt Video
Um 14.45 Uhr Ortszeit sollte die Veranstaltung beginnen, und so trafen wir auch recht pünktlich ein – leider beinahe alleine. Lediglich rund 20 Bürger hatten es bis zu diesem Zeitpunkt zum Veranstaltungsort geschafft. Hierzu kam ein Infostand der CDU, der gegen die Koalition aus Rot-Rot protestierte, und hell auf begeistert war von der antikommunistischen Präsenz, bis das man die Worte ,,Nationale Sozialisten“ erblickte. Fortan stand die CDU nicht mehr für Diskussionen bereit.
Als Frau Wagenknecht nun mit ihrer Rede begann, nachdem sie umringt von drei ausländischen Personenschützern den Platz betrat, blieben auch mehr und mehr Passanten stehen, sodass nun in etwa 80 Bürgerinnen und Bürger anwesend waren.
(Vorerst in einer schlechten Qualität, es folgen mehrere alternative Versionen ausserhalb von Youtube)
Wir begannen nun auch mit dem Verteilen von Flugblättern. Neben dem gängigen Antikommunismus-Flugblatt, verteilten wir ebenfalls ein spontan entworfenes Motiv, welches sich auf die vorangegangene Veranstaltung in Gladbeck bezog, sowie Frau Wagenknechts Ausspruch: ,,Die Wurzel des Übels ist nicht das Finanzsystem“. Als radikale Kommunistin, wie sie sich selbst sieht, die eine Aufklärungskampagne gegen den Kapitalismus anstrebte im Ruhrgebiet, eine fatale Aussage. Hiermit bewies sie eindeutig, dass der antikapitalistische Kurs der Linken sich nicht gegen den Kapitalismus selbst richtet, sondern gegen diejenigen die von ihm profitieren. Nach Aussage von Frau Wagenknecht müsse man den Kapitalismus auch nicht beseitigen, sondern in richtige Bahnen lenken. Sprich: Profitieren möchte sie vom Müheloseneinkommen (Zins), es abschaffen mit Sicherheit nicht.
Nachdem alle Menschen ein Flugblatt angenommen hatten, unwissend über den Inhalt, ergriffen einige Kameraden die Chance um mit einem zuvor gefertigten Transparent noch auffälliger Stellung zur Linken zu beziehen. Man breitete das Transparent mit dem Aufdruck ,,MLPD – DIE LINKE – DKP – UNWÄHLBAR“ genau vor der Rednerin aus, nachdem ein Pressevertreter uns darum bat. Zuvor hatten wir etwa fünf Meter abseits Aufstellung genommen, ein Foto jedoch in Front von Frau Wagenknecht schien allerdings aufregender, und der Bitte leisteten wir nur zu gerne folge. Natürlich stieg nun der Unmut der Linken deutlich an, doch außer mit wilden Beleidigungen gegen junge Aktivisten wusste man sich nicht zu helfen. Obwohl, doch! Natürlich war der erste Griff der Griff nach dem Telefon. Der Freund und Helfer in Grün sollte doch schnell kommen und einschreiten.

Zu Anfang waren nur wenige Bürger anwesend.
Etwa fünf Minuten vergingen, bis der erste Polizist ankam. Völlig hilflos beschränkte dieser sich auf das Rufen von Verstärkung. In den nächsten 30 Minuten folgten zwei weitere Streifenwagen, die aber lieber die Sonne genossen, anstatt gegen den friedlichen Protest einzuschreiten. Trotz eines aufgebrachten Veranstaltungsleiters der Linken, der die Kameraden mit ,,mehreren Einsatzhundertschaften“ bedrohte. Die anwesenden Polizisten konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
Gegen 15.30 Uhr, also nach nur 45 Minuten, beendete man die Veranstaltung offiziell. Trotz klarer Bezüge zu Gladbeck, und der Nachfrage ob man die dort begonnene Diskussion nicht fortführen könne, ggf. auch vor den Bürgern, ignorierte Frau Wagenknecht durchgehend die Aktivisten, nachdem sie zuvor kurz ihre Rede unterbrach um den Transparentspruch zu lesen.

Zuerst stellten wir uns wenige Meter Abseits des Geschehens hin.
Als einige Mitglieder des Wagenknecht-Fanclubs sich mit linken Wahlschildern um die Scheinantikapitalistin scharrten, um sich diese signieren zu lassen, reihte sich auch ein Nationaler Aktivist in die Warteschlange. Mit einem Filzstift bewaffnet, fragte man nett nach ob man eine Signierung auf ein antikommunistisches Flugblatt bekommen würde, jedoch weigerte Frau Wagenknecht sich auch hier. Sofort schritten die ausländischen Personenschützer ein und umringten ihre Herrin, die hiernach in Eile vom Platz geführte wurde – ganz bürgernah eben.
Und auch heute hieß es wieder: Ob Ost, ob West – Nieder mit der roten Pest! Im Ruhrgebiet ist kein Platz für Kommunismus!

Nach Aufforderung der Presse auch gern etwas näher am Geschehen.